Dienstag, 7. Januar 2014

Medien und Sexismus


JA und nochmals JA. Es ist wichtig, dass wir in der Gesellschaft über solche Themen sprechen, und nicht alle heiklen Angelegenheiten klein reden. Darum JA, sprechen wir über Sexismus in den Medien:  

Sexismus ist omnipräsent. Zwar ist er in den Medien kein so großes Thema mehr wie auch schon, aber man trifft ihn immer wieder an: in Zeitungen, im TV, in Filmen.
So erinnern wir uns gerne zurück zum unzensierten Musikvideo „Blurred Lines“ von Robin Thicke.
 Dort lassen sich nämlich drei gutgekleidete Männer von nackten Frauen um tänzeln. Das Ganze hat viel Staub aufgewirbelt in feministischen Kreisen und das wie ich finde völlig zurecht.

Wieso ist es uns immer noch nicht gelungen, in den Medien Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau herzustellen? Schließlich leben wir alle im 21.Jahrhundert!
Die Antwort ist so banal wie augenfällig:
Gratiszeitungen wollen gelesen, Werbung beachtet und Musikvideos gesehen werden. Und wie lautet das Geheimrezept zum Erfolg? Richtig, viel nackte Haut und eine Menge Sexappeal. Das ganze fast immer auf Kosten der Frauen.

Zum Beispiel in der Werbung.
Die Meinungen, was sexistische Werbung ist und was nicht, driften oft auseinander.
Gegen sexy Werbung – wie man sie bei Frauenunterwäsche sehen kann – habe ich nichts einzuwenden. Als sexistische Werbung kann man es dann bezeichnen, wenn Frauen in beleidigender oder entwürdigender Art dargestellt werden oder sie in alten Geschlechterrollen fixiert sind.
Nehmen wir Marken wie Axe oder Firmen wie Saturn, sie alle bedienen sich sexistischer Werbung, um ihr Produkt zu verkaufen.

Das Problem bei der Sache ist, Werbung verweist, wie wir alle wissen, nicht nur auf eine Ware, sondern vermittelt uns auch Sichtweisen und Einstellungen. Sexistische Abbildungen verstärken daher Geschlechterklischees und verharmlosen Gewalt gegen Frauen.
Darum gilt klar: Sexistische Werbung und diskriminierende Darstellungen von Frauen in den Medien sind nicht zu tolerieren!

PS:  Wäre das Produkt auch wirklich gut, bräuchte man es nicht mit Erotik zu umwerben! 

1 Kommentar:

  1. Guter Beitrag. Eine Portion weiblicher Zorn tut der verbreiteten weichgespülten Tendenz gut, die sich diesbezüglich gern auf feige Weise liberal entzieht, von wegen, das müsse man nicht ernst nehmen.

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