JA und nochmals JA. Es ist wichtig, dass wir in der Gesellschaft über solche Themen sprechen, und nicht alle heiklen Angelegenheiten klein reden. Darum JA, sprechen wir über Sexismus in den Medien:
Sexismus
ist omnipräsent. Zwar ist er in den Medien kein so großes Thema mehr wie auch
schon, aber man trifft ihn immer wieder an: in Zeitungen, im TV, in Filmen.
So erinnern wir uns gerne zurück zum unzensierten Musikvideo „Blurred Lines“ von Robin Thicke.
Dort lassen sich nämlich drei gutgekleidete Männer von nackten Frauen um tänzeln. Das Ganze hat viel Staub aufgewirbelt in feministischen Kreisen und das wie ich finde völlig zurecht.
Wieso
ist es uns immer noch nicht gelungen, in den Medien Gleichberechtigung zwischen
Mann und Frau herzustellen? Schließlich leben wir alle im 21.Jahrhundert!
Die
Antwort ist so banal wie augenfällig:
Gratiszeitungen
wollen gelesen, Werbung beachtet und Musikvideos gesehen werden. Und wie lautet
das Geheimrezept zum Erfolg? Richtig, viel nackte Haut und eine Menge
Sexappeal. Das ganze fast immer auf Kosten der Frauen.
Zum
Beispiel in der Werbung.
Die Meinungen, was
sexistische Werbung ist und was nicht, driften oft auseinander.
Gegen sexy Werbung
– wie man sie bei Frauenunterwäsche sehen kann – habe ich nichts einzuwenden. Als
sexistische Werbung kann
man es dann bezeichnen, wenn Frauen in beleidigender oder entwürdigender Art
dargestellt werden oder sie in alten Geschlechterrollen fixiert sind.
Nehmen wir Marken
wie Axe oder Firmen wie Saturn,
sie alle bedienen sich sexistischer Werbung, um ihr Produkt zu verkaufen.
Das Problem bei der
Sache ist, Werbung verweist, wie wir alle wissen, nicht nur auf eine Ware,
sondern vermittelt uns auch Sichtweisen und Einstellungen. Sexistische Abbildungen
verstärken daher Geschlechterklischees und verharmlosen Gewalt gegen Frauen.
Darum gilt klar: Sexistische Werbung und diskriminierende
Darstellungen von Frauen in den Medien sind nicht zu tolerieren!
PS: Wäre das Produkt auch wirklich
gut, bräuchte man es nicht mit Erotik zu umwerben!
Guter Beitrag. Eine Portion weiblicher Zorn tut der verbreiteten weichgespülten Tendenz gut, die sich diesbezüglich gern auf feige Weise liberal entzieht, von wegen, das müsse man nicht ernst nehmen.
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